Aktualisiert am 23. Juli 2026
Schotter/Kies berechnen: m³, Tonnen und Schichtdicke
Bei Schotter, Kies und Splitt reicht eine reine Flächenrechnung selten aus. Entscheidend ist, wie viel lockere Ware du für die fertige verdichtete Schicht tatsächlich bestellen musst.
Fläche und Schichtdicke ergeben Volumen
Dichte und Verdichtung mitdenken
Materialart nach Funktion wählen
1. Fertige Schicht ist nicht gleich Liefermenge
Die fertige Schichtdicke beschreibt den eingebauten Zustand. Geliefert wird das Material aber lose, deshalb braucht es häufig einen Zuschlag für Verdichtung.
Schichtdicke in Meter umrechnen
2. Händler denken oft in Tonnen oder Big Bags
Manche Lieferanten rechnen in Kubikmetern, andere in Tonnen oder Big Bags. Die Beispielwerte nutzen 1,6 t/m³ ohne Verdichtungs- und Reserveaufschlag; tatsächliche Schüttdichten hängen von Körnung, Feuchte und Lieferant ab.
| Fläche | Schicht | Volumen | Gewicht |
|---|---|---|---|
| 10 m² | 10 cm | 1,0 m³ | 1,6 t |
| 10 m² | 20 cm | 2,0 m³ | 3,2 t |
| 20 m² | 15 cm | 3,0 m³ | 4,8 t |
| 30 m² | 20 cm | 6,0 m³ | 9,6 t |
Verdichtung als eigene Annahme behandeln
3. Verdichtung und Lieferform getrennt planen
Schüttdichte, Körnung, Feuchte und Einbauweise können variieren. Rechne zuerst das fertige Schichtvolumen, addiere anschließend den projektspezifischen Verdichtungszuschlag und erst danach die Reserve. Big Bags sind bei kleinen, schwer zugänglichen Baustellen gut portionierbar; lose Lieferung ist bei mehreren Tonnen oft logistisch sinnvoller. Beispiel: 20 m² × 0,15 m = 3,0 m³. Mit 15 % Verdichtung und 5 % Reserve werden daraus rund 3,62 m³ lose Bestellmenge; bei 1,6 t/m³ etwa 5,8 t.
Lieferform vor der Bestellung vergleichen
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